Kernseife selber machen – 2 einfache Methoden
Kennst du das? Du liest die Zutatenliste auf deiner gekauften Seife und verstehst nur Chemie-Kauderwelsch? Palmöl, Parabene, synthetische Duftstoffe – und das soll an deine Haut?
Seit über 3 Jahren stelle ich meine eigene Seife her. Angefangen habe ich mit der einfachen Schmelzmethode, heute siede ich auch im Kaltverfahren – beide Wege zeige ich dir hier.
Seife selber machen geht nämlich auf zwei Wegen: Methode 1 – die Schmelzmethode ist kinderleicht und kommt komplett ohne ätzende Lauge aus. Du schmilzt fertige Rohseife oder alte Seifenreste, gibst Duft und Farbe dazu und gießt sie in Form – fertig in unter einer Stunde. Methode 2 – das Kaltverfahren ist das klassische Sieden aus Ölen und Natronlauge: mehr Aufwand und ätzendes NaOH, dafür echte, selbstgemachte Naturseife mit pflegendem Glycerin und 5 % Überfettung.
Bevor's losgeht, klären wir kurz die Begriffe (Kernseife, Naturseife, Schmelzseife – was ist was?), und mit der Vergleichstabelle findest du deinen passenden Weg. Die NaOH-Menge fürs Kaltverfahren berechnest du grammgenau mit unserem Seifenrechner.
Kernseife, Naturseife, Schmelzseife – was ist was?
Schmelzseife wird nur umgeschmolzen, Naturseife selbst gesiedet, Kernseife ist ausgesalzen. Die Begriffe werden oft durcheinandergeworfen. Hier die einfache Erklärung, damit du weißt, was du eigentlich machst:
- Schmelzseife (Rohseife / Glycerinseife): Fertige Seife, die du nur noch einschmilzt, färbst und in Form gießt. Keine Chemie, kein Warten – ideal zum Einsteigen und für Kinder. Im Englischen „Melt & Pour".
- Naturseife: Selbst von Grund auf gesiedet aus pflanzlichen Ölen und Lauge (NaOH). Sie bleibt leicht überfettet und enthält noch das pflegende Glycerin – dadurch ist sie besonders mild zur Haut. Das ist die Seife aus unserem Kaltverfahren-Rezept weiter unten.
- Echte Kernseife: Wird traditionell aus der Naturseife „ausgesalzen" – dabei werden Glycerin und Überschussfette herausgewaschen. Das Ergebnis ist eine sehr harte, fast fettfreie Seife (klassisch zum Wäschewaschen und Fleckenentfernen). Diesen Aussalz-Schritt machen wir hier bewusst nicht, weil das pflegende Glycerin für die Haut wertvoll ist.
Kurz gesagt: Wenn du „Kernseife selber machen" suchst, willst du meistens eine milde, selbstgemachte Naturseife – und genau die zeigen wir dir hier. Schnell und ohne Chemie geht's mit der Schmelzmethode, das „echte" Sieden mit dem Kaltverfahren.
2 Wege zur eigenen Seife – welcher passt zu dir?
Schmelzen ist einfach für Einsteiger, das Kaltverfahren liefert echte Naturseife. Du hast zwei Möglichkeiten. Wähle nach Aufwand, Sicherheit und gewünschtem Ergebnis:
| Merkmal | Schmelzmethode | Kaltverfahren | Echte Kernseife |
|---|---|---|---|
| Lauge (NaOH) nötig? | Nein | Ja, grammgenau | Ja (industriell) |
| Schwierigkeit | Einfach, auch Kinder | Fortgeschritten | – (gekauft) |
| Glycerin | Bleibt erhalten | Bleibt erhalten | Ausgesalzen (entfernt) |
| Hautgefühl | Mild | Mild, pflegend | Eher trocken |
| Bis fertig | ~1 Stunde | 4-6 Wochen | Sofort nutzbar |
| Sicherheit | Unbedenklich | Schutzausrüstung Pflicht | – |
Methode 1: Seife aus Seifenresten schmelzen (für Einsteiger)
Der schnellste Weg zur eigenen Seife – und der sicherste. Beim Schmelzen von Rohseife oder alten Seifenresten findet keine Verseifung statt: Die Chemie ist längst passiert, du formst die Seife nur neu. Deshalb brauchst du keine Lauge, keine Schutzbrille und keine Reifezeit. Perfekt für einen Nachmittag mit Kindern – und ideal, um die letzten Seifenreste zu verwerten, statt sie wegzuwerfen.
✅ Sicherheit: Unbedenklich. Einzig das heiße Wasserbad bzw. die Mikrowelle erfordert bei Kindern Aufsicht.
Zutaten für die Schmelzmethode
Du brauchst nur eine Hauptzutat – fertige Rohseife (auch „Seifenbasis" oder „Glycerinseife" genannt) aus dem Bastelladen, der Apotheke oder online. Noch nachhaltiger: gesammelte Seifenreste. Aus 250 g entstehen etwa 2-3 Seifenstücke.
- 250 g Rohseife/Glycerinseife (oder Seifenreste)
- 1 EL Wasser oder Milch (nur bei Seifenresten)
- 10-15 Tropfen ätherisches Öl (optional, Duft)
- 1 Msp. Naturpigment oder Lebensmittelfarbe (optional)
- Getrocknete Blüten oder Kräuter (optional, Deko)
Schritt für Schritt: Seife schmelzen
-
Rohseife zerkleinern Schneide die Rohseife in etwa 1 cm große Würfel oder reibe sie grob. Je kleiner die Stücke, desto schneller und gleichmäßiger schmilzt sie. Bei Seifenresten: einfach sammeln und grob raspeln.
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Im Wasserbad schmelzen Gib die Stücke in eine hitzebeständige Schüssel und setze sie in ein Wasserbad (Topf mit köchelndem, nicht kochendem Wasser). Unter gelegentlichem Rühren langsam schmelzen, bis eine glatte Masse entsteht. Wichtig: nicht über 70 °C erhitzen – sonst wird die Seife zäh und trüb. Alternative Mikrowelle: in 20-Sekunden-Intervallen bei mittlerer Stufe, dazwischen umrühren.
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Bei Seifenresten: Flüssigkeit zugeben Verwendest du Seifenreste, gib jetzt 1 EL Wasser oder Milch dazu und rühre kräftig. Das verbindet die unterschiedlichen Reste zu einer homogenen Masse und verhindert, dass die fertige Seife später bröckelt. Reine Rohseife braucht das nicht.
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Duft & Farbe einrühren Nimm die Masse von der Hitze (sie sollte nicht mehr kochend heiß sein, sonst verfliegt der Duft). Rühre jetzt ätherisches Öl, Farbe und ggf. getrocknete Kräuter ein. Zügig arbeiten – die Masse beginnt schnell anzudicken.
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In die Form gießen Gieße die Masse in eine Silikon- oder Muffinform. Klopfe die Form leicht auf die Arbeitsfläche, damit Luftblasen aufsteigen. Profi-Trick: Bilden sich Bläschen auf der Oberfläche, kurz mit Reinigungsalkohol (Isopropanol) aus einer Sprühflasche übersprühen – die Blasen platzen sofort.
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Aushärten & entformen Etwa 1-2 Stunden bei Raumtemperatur fest werden lassen (im Kühlschrank geht's schneller). Sobald die Seife komplett fest und kühl ist, vorsichtig aus der Form drücken. Fertig – sofort benutzbar, keine Reifezeit nötig!
Probleme beim Schmelzen?
Selbstgemachte Kernseife ist eine gute Wahl
Selbstgemachte Kernseife ist eine gute Wahl für Menschen, die natürliche und nachhaltige Produkte bevorzugen. Im Gegensatz zu industriell hergestellten Seifen, die oft mit unnötigen Chemikalien belastet sind, kann bei der Herstellung der eigenen Kernseife komplett auf synthetische Zusätze verzichtet werden. Stattdessen können natürliche Inhaltsstoffe wie Olivenöl, Kokosöl und Sheabutter verwendet werden, die auch für empfindliche Haut geeignet sind.
Neben den Vorteilen für die Haut hat die selbst hergestellte Kernseife auch positive Auswirkungen auf die Umwelt. Durch den Verzicht auf unnötige Verpackungen und Chemikalien reduziert man seinen CO2-Fußabdruck und trägt so zum Klimaschutz bei. Durch die Verwendung von regional produzierten Inhaltsstoffen kann zudem die regionale Wirtschaft unterstützt werden. Mit selbstgemachter Kernseife kann man also nicht nur seine Haut verwöhnen, sondern auch einen Beitrag zu einer nachhaltigeren Welt leisten.
Methode 2: Kernseife im Kaltverfahren (für Fortgeschrittene)
Jetzt zum klassischen Weg: echte Naturseife von Grund auf gesiedet. Das Ergebnis ist hochwertiger und individueller als jede Schmelzseife – aber hier arbeitest du mit ätzender Natronlauge. Bitte lies die Sicherheitshinweise aufmerksam und arbeite nur als Erwachsener mit voller Schutzausrüstung.
Zutaten für selbstgemachte Kernseife
Bevor du deine eigene Kernseife herstellen kannst, brauchst du einige hochwertige Zutaten. Aber keine Sorge, die Liste ist kurz und die meisten Zutaten findest du in deinem Küchenschrank oder im Bioladen. Um eine gelbe oder orange Farbe zu erhalten, empfehlen wir die Verwendung von Kurkumapulver. Die wichtigsten Zutaten für die Herstellung von Kernseife sind:
- 250 g Olivenöl
- 250 g Kokosöl
- 100 g Sheabutter
- 89 g Natriumhydroxid (NaOH)
- 200 ml destilliertes Wasser
- Ätherisches Öl (optional)
- Farbe (optional)
Wichtig: Die 89 g NaOH gelten exakt für genau diese Öl-Mengen bei 5 % Überfettung. Sobald du die Öle änderst, musst du die Laugenmenge neu berechnen – sonst wird die Seife ätzend oder nicht fest. Stell dazu im Rechner einfach „5 %" ein:
Olivenöl sorgt für eine milde Reinigung, Kokosöl für eine festere Konsistenz und Sheabutter spendet der Haut Feuchtigkeit. Ätherische Öle verleihen der Seife nicht nur einen angenehmen Duft, sondern haben auch hautpflegende Eigenschaften. Natriumhydroxid und Wasser werden benötigt, um eine Lauge herzustellen, die die Fette und Öle in eine feste Form bringt. Beim Umgang mit Natriumhydroxid (NaOH) ist jedoch Vorsicht geboten und es müssen Schutzkleidung und Handschuhe getragen werden.
Zusätzlich sind erforderlich
Neben den Zutaten werden für die Herstellung von Kernseife noch einige Utensilien benötigt:
- Edelstahltopf (mindestens 3 Liter)
- Einmachglas oder anderes Gefäß (1 Liter)
- Küchenwaage
- Löffel
- Engmaschiges Küchensieb
- Form für den Seifenleim
- Backpapier oder Klarsichtfolie
- Schneebesen aus Edelstahl
- Gummihandschuhe
- Schutzbrille
- Atemmaske gegen Dämpfe und Gase
Mit diesen Utensilien kannst du sicher und einfach deine eigene Seife herstellen. Achte darauf, dass du eine Küchenwaage benutzt, um die Zutaten genau abzumessen. Außerdem solltest du zu deiner eigenen Sicherheit eine Schutzbrille, Gummihandschuhe und eine Atemschutzmaske tragen, wenn du mit Natriumhydroxid arbeitest. Wenn du alle Zutaten und Utensilien bereit hast, kannst du mit der Herstellung deiner eigenen Kernseife beginnen.
Farbe der Kernseife
Welche Farbe du für deine selbstgemachte Kernseife verwendest, hängt von deinen persönlichen Vorlieben ab. Du kannst jede Farbe verwenden, die dir gefällt. Einige beliebte Möglichkeiten sind:
- Gelb: Mit Kurkuma oder Zitronensaft kannst du deine Seife gelb färben.
- Orange: Orangefarbene Seife kannst du zum Beispiel mit Karotten- oder Orangensaft färben.
- Grün: Grüne Seife kannst du mit Spinatpulver oder Matcha-Tee färben.
- Blau: Blaue Seife kannst du mit blauem Spirulina-Pulver färben.
- Lila: Lila Seife kannst du mit Rote-Bete- oder Holunderbeersaft färben.
Du kannst auch verschiedene Farben kombinieren, um eine bunte Seife herzustellen. Wichtig ist, dass du Farben verwendest, die hautfreundlich und ungiftig sind.
So einfach geht's: Schritt-für-Schritt Anleitung für Kernseife
Wir zeigen dir Schritt für Schritt, wie du deine eigene Kernseife herstellen kannst.
-
Vorbereitung In einem gut belüfteten Raum oder im Freien arbeiten, um die Geruchsentwicklung zu minimieren. Die Arbeitsfläche gut abdecken, um sie vor Spritzern zu schützen. Schutzbrille, Mundschutz und Gummihandschuhe bereitlegen. -
Seifenleim herstellen Schutzausrüstung anziehen. Das Kokosöl in einem Topf verflüssigen und die anderen Öle hinzufügen, dann gründlich vermischen und zum Abkühlen beiseitestellen (max. Raumtemperatur). Das kalte destillierte Wasser abwiegen und in ein hohes Edelstahlgefäß geben. Das NaOH grammgenau abwiegen und langsam ins Wasser geben (nie umgekehrt!), dabei gut umrühren. Abkühlen lassen. Die abgekühlten Fette vorsichtig zur Lauge geben und mit dem Stabmixer durchmischen, bis der Seifenleim puddingartig ist. -
Abfüllen des Seifenleims Den Seifenleim in die vorbereiteten Formen gießen. Die Formen isolieren (z.B. in einen mit Handtüchern ausgelegten Karton stellen), damit die Wärme erhalten bleibt. Etwa 24 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen, damit die Verseifung stattfinden kann. -
Reifungsprozess Die Seifen nach 24 Stunden aus den Formen nehmen und in gewünschte Stücke schneiden. An einem luftigen, kühlen und dunklen Ort 4-6 Wochen reifen lassen. Während dieser Zeit verdunstet das Wasser und der pH-Wert sinkt, sodass die selbstgemachte Kernseife hautverträglich wird.
Besondere Tipps und Tricks für die Herstellung von Kernseife
Was mich am Anfang echt genervt hat: Die Wartezeit! 4-6 Wochen sind eine Ewigkeit, wenn man seine erste selbstgemachte Seife endlich ausprobieren will. Meine Frau hat mich erwischt, wie ich nach 2 Wochen heimlich ein Stück getestet habe – und ja, es hat auf der Haut gebrannt (der pH-Wert war noch viel zu hoch). Lesson learned: Geduld ist bei Seife wirklich eine Tugend!
Wenn du deine eigene Kernseife herstellen möchtest, helfen dir diese Tipps, damit deine Seife richtig gut wird:
- Verwende immer genaue Maße: Wenn du zu viel oder zu wenig von einer Zutat verwendest, kann das die Qualität deiner Seife beeinträchtigen. Verwende daher immer eine genaue Küchenwaage, um die Zutaten abzumessen.
- Raumtemperatur: Die Raumtemperatur kann einen großen Einfluss auf die Qualität deiner Seife haben. Achte darauf, dass die Raumtemperatur zwischen 20 und 25 Grad Celsius liegt, damit die Seife optimal reagieren kann.
- Lass die Seife lange genug reifen: Die meisten Seifen müssen mindestens 4-6 Wochen reifen, bevor sie verwendet werden können. Lass die Seife an einem kühlen, trockenen und luftigen Ort reifen, damit sie fest und haltbar wird.
- Experimentiere mit verschiedenen Ölen und Inhaltsstoffen: Es gibt viele verschiedene Öle und Zutaten, mit denen du deine Seife individuell gestalten kannst. Probier verschiedene Kombinationen aus – mein Favorit ist Olivenöl mit etwas Rizinusöl für extra Schaum.
- Achte auf Sicherheit: Wenn du mit Lauge arbeitest, ist es wichtig, dass du die Sicherheitsvorschriften beachtest. Trage immer eine Schutzbrille, Handschuhe und eine Atemschutzmaske, um dich vor Verbrennungen und Reizungen zu schützen.
- Verwende nur qualitativ hochwertige Zutaten: Verwende immer hochwertige und natürliche Inhaltsstoffe, damit deine Seife gesund und hautfreundlich ist.
- Dekoriere deine Seife: Du kannst deine Seife mit verschiedenen Verzierungen verschönern, um sie einzigartig und individuell zu machen. Verwende zum Beispiel getrocknete Blüten, ätherische Öle oder Seifenduftstoffe, um deine Seife zu dekorieren.
Mit diesen Tipps gelingt deine selbstgemachte Kernseife – und nach ein paar Versuchen findest du dein persönliches Lieblingsrezept.
Natürliche Duftstoffe für individuelle Seifenkreationen
Die Herstellung von Seife ist nicht nur ein tolles Bastelprojekt, sondern bietet auch die Möglichkeit, individuelle Seifenkreationen zu schaffen. Dazu gehört auch die Wahl des Duftes. Natürliche Duftstoffe sind hier eine gute Alternative zu synthetischen Duftölen. Hier stelle ich dir einige natürliche Duftstoffe vor, mit denen du deine selbstgemachte Kernseife verfeinern kannst.
Lavendelöl: Lavendelöl hat nicht nur einen angenehmen Duft, sondern wirkt auch entspannend und beruhigend auf Körper und Geist. Ideal also für eine entspannende Dusche oder ein wohltuendes Bad.
Pfefferminzöl: Der frische Duft von Pfefferminzöl wirkt belebend und erfrischend. Ideal für die Morgendusche oder nach dem Sport!
Zimtöl: Der Duft von Zimtöl erinnert an Weihnachten und sorgt für eine gemütliche Atmosphäre im Badezimmer. Außerdem soll Zimtöl eine wärmende Wirkung auf die Haut haben.
Zitronenöl: Der fruchtige Duft von Zitronenöl wirkt erfrischend und belebend und ist ideal für die morgendliche Dusche oder ein erfrischendes Fußbad.
Achte bei der Verwendung von ätherischen Ölen jedoch auf die richtige Dosierung. Zu viel Öl kann die Haut reizen oder allergische Reaktionen hervorrufen. Beginne deshalb immer mit einer kleinen Menge und taste dich langsam an die gewünschte Intensität heran.
Wie du deine selbstgemachte Kernseife am besten aufbewahrst
Kühl, trocken und luftig lagern – einzeln, nicht gestapelt. Eine selbstgemachte Kernseife ist etwas Besonderes und verdient es, entsprechend aufbewahrt zu werden, damit sie lange haltbar und auch optisch ansprechend bleibt. Es gibt einige Dinge, die du bei der Aufbewahrung beachten solltest, um deine Seifen optimal zu schützen und zu lagern.
Zunächst solltest du die Seifen aus der Form nehmen und an einem kühlen, trockenen Ort "reifen" lassen. Am besten eignet sich dafür ein gut belüfteter Raum, der vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Die Seifen sollten einzeln auf ein Trockengestell gelegt werden, damit sie von allen Seiten belüftet werden und gut trocknen können. Es ist wichtig, dass die Seifen vollständig trocken sind, bevor sie weiterverarbeitet oder verpackt werden.
Wenn die Seifen trocken sind, kannst du sie in spezielle Seifenschalen oder Seifendosen legen. Achte darauf, dass die Behälter gut verschlossen sind, damit keine Feuchtigkeit eindringen kann. Um die Luftzirkulation zu verbessern und zu verhindern, dass die Seifen zusammenkleben, solltest du sie auf ein Stück Backpapier oder Seifenpapier legen.
Vermeide es, die Seifen übereinander zu legen oder zu stapeln, da sie sonst schneller zusammenkleben und Feuchtigkeit einschließen. Vermeide auch die Verwendung von Plastikbehältern, da diese nicht atmungsaktiv sind und die Trocknungszeit der Seifen verlängern können.
Wenn du diese Tipps bei der Aufbewahrung deiner selbstgemachten Kernseife beachtest, wirst du lange Freude an deinen individuellen Kreationen haben und deine Gäste mit duftender und optisch ansprechender Seife begeistern können.
Geschenk-Tipp: Kombiniere deine selbstgemachte Kernseife mit handgegossenen Duftkerzen oder einem DIY-Duftbaum zu einem natürlichen Wellness-Geschenkset – perfekt für Geburtstage oder Weihnachten!
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Häufige Fragen zur Kernseife
Hier findest du einige der häufigsten Fragen rund um die Herstellung und Verwendung von selbstgemachter Seife.
Ja – mit der Schmelzmethode. Dabei schmilzt man fertige Rohseife oder alte Seifenreste im Wasserbad und gießt sie neu in Form. Dieser Weg kommt ohne Natriumhydroxid aus und ist auch für Kinder geeignet. Eine Seife komplett von Grund auf aus Ölen herzustellen, ist dagegen ohne Lauge nicht möglich, weil die Verseifung eine Lauge zwingend voraussetzt.
Quellenangaben und weiterführende Links
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Natriumhydroxid - Sicherheitsinformationen
- Giftinformationszentrum-Nord: Erste Hilfe bei Verätzungen
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